22.09.19

Projekt zur fairen Wochen in der Kirchengemeinde Sillenbuch

Foto: Brot für die Welt

Im Eine-Welt-Gottesdienst am 22.09.19 wurde das Projekt von Brot für die Welt vorgestellt. Die Umstände in Textilfabriken in Nicaragua sind ähnlich wie in anderen Ländern untragbar für die Näherinnen.
Brot für die Welt unterstützt die Frauenorganisation María Elena Cuadra (MEC), und die Kirchengemeinde Sillenbuch ebenfalls.

Faire Jobs für Näherinnen

Faire Jobs für Näherinnen

Wie China, Bangladesch oder Äthiopien zählt auch Nicaragua zu den Nähstuben der Welt. Viele Sportartikelhersteller lassen ihre Waren in den Freihandelszonen Nicaraguas produzieren. Dort müssen sie weder Steuern zahlen noch angemessene Löhne. Es gibt keinen Kündigungsschutz, keine Sozialleistungen, keine Gesundheits- und Hygienebestimmungen. In den Nähhallen ist es heiß und stickig. Schikanen prägen den Alltag. Rund 20.000 Menschen arbeiten in der Sonderzone westlich von Managua. Die meisten sind Frauen, viele davon alleinerziehend. Und das, was sie verdienen, reicht kaum zum Überleben. Da sie ihre Rechte nicht kennen und Angst haben, ihren Job zu verlieren, sind sie der Willkür der Fabrikbesitzer hilflos ausgeliefert. 

Die 1994 gegründete Frauenorganisation María Elena Cuadra (MEC) setzt sich mit Unterstützung von Brot für die Welt für menschenwürdige Arbeitsverhältnisse in den Textilfabriken ein. Und dafür, dass zumindest der gesetzliche Mindestlohn bezahlt wird. MEC informiert die Frauen über ihre Rechte, vertritt sie wenn nötig auch vor Gericht und bietet Missbrauchsopfern psychologische Hilfe an. Die Organisation schult die Frauen darin, wie sie Konflikte bewältigen und sich gegen Aggressionen und sexuelle Belästigung zur Wehr setzen können.

Hier geht es zur Präsentation, die im Gottesdienst gezeigt wurde,

auf www.brot-fuer-die-welt.de finden Sie noch weitere Informationen zu dem Projekt.